Erfahrung

Lehrstellen-Coaching mit Jugendlichen macht Sinn. Nicht nur, weil es darum geht, gemeinsam eine passende Lehrstelle zu finden, sondern auch, weil von aussen sehr viel Druck kommt. Es ist zum einen die Angst der Eltern, ihr Kind würde den Übergang ins Berufsleben nicht schaffen und dann ohne Lehrstelle auf der Strasse stehen. Zum anderen sind es die Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler unbedingt "versorgt" haben wollen, egal wo. Dies deuten sie als Erfolg.

Die Welt der Jugendlichen sieht meist ganz anderes aus: Sind denken noch nicht so weit voraus. Viele wollen es nicht, einige können es noch nicht. Ihr pubertierendes Gehirn ist im Umbau und zu intellektuellen Höchstleistungen oft vorübergehend nicht in der Lage. Doch mit den Zeugnissen aus der Pubertät müssen sie sich für Lehrstellen bewerben. Das führt zu verschiedenen Schwierigkeiten. Deshalb braucht es unbedingt ein Lehrstellencoaching, bei dem es nicht nur darum geht, einen Job oder eine weiterführende Schule zu finden. Es braucht eine Begleitung durch eine stürmische, unsichere Zeit, die wohlwollend, mitfühlend und konstruktiv ist. Jugendliche brauchen eine klare zeitliche Struktur und konkrete, ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten individuell angepasste Aufgaben. Denn nur so können sie offen, kreativ und motiviert bleiben. Und nur so kommen sie gestärkt aus der Berufswahl. Mit ganz wenigen Ausnahmen schaffen es die Jugendlichen der ZKS, nach dem 9. oder 10. Schuljahr eine berufliche oder schulische Zukunft zu beschreiten. Alle anderen machen ein Zwischenjahr, ein Praktikum, ein Sprachaufenthalt o.ä. Alles mindestens so lehrreich und sinnvoll wie der übliche, von der Gesellschaft geforderte Weg über eine Lehrstelle oder eine weiterführende Schule.

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